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Ausbilder

Lehrberechtigte und Ausbilder müssen im Wege einer Ausbilderprüfung nachweisen, dass sie die erforderlichen pädagogisch-methodischen Kenntnisse für die Lehrlingsausbildung besitzen und praktisch anwenden können.

Ausbilderqualifkation - Ausbilderprüfung/Ausbilderkurs

Lehrberechtigte und Ausbilder müssen im Wege einer Ausbilderprüfung nachweisen, dass sie die erforderlichen pädagogisch-methodischen Kenntnisse für die Lehrlingsausbildung besitzen und praktisch anwenden können. Um Zulassung zur Ausbilderprüfung kann bei der Meisterprüfungsstelle angesucht werden. Befreit von der Ausbilderprüfung sind jene Personen, die nachweislich zwischen dem 1. Jänner 1970 und dem 1. Juli 1979 insgesamt mindestens drei Jahre Lehrlinge nach österreichischem Berufsausbildungsrecht ausgebildet haben.
Neben der Ausbilderprüfung wurde ab 1. Juli 1997 als Alternative ein Ausbilderkurs mit einem abschließenden Fachgespräch eingerichtet. Ein Kurs muß zumindest 40 Unterrichtsstunden umfassen. Die Zulassungsvoraussetzungen zu einem Ausbilderkurs entsprechen denen für die Ausbilderprüfung (Eigenberechtigung erforderlich). Über den erfolgreich abgelegten Ausbilderkurs ist vom Kursveranstalter ein dem Ausbildungsprüfungszeugnis entsprechendes Zeugnis auszustellen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von sonstigen Prüfungen und erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungen (z.B. Unternehmerprüfung, Rechtsanwaltsprüfung etc.), die der Ausbilderprüfung gleichgehalten sind und sie damit ersetzen.

Im Falle des erstmaligen Ausbildens auf Grund eines Feststellungsbescheides (§ 3a BAG) darf der Lehrberechtigte oder der Ausbilder - der jedoch mindestens die Zulassungsbedingungen zur Ausbilderprüfung aufweisen muß - innerhalb von 18 Monaten nach Rechtskraft des Bescheides Lehrlinge auch dann ausbilden, wenn er die Ausbilderprüfung bzw. den Ausbilderkurs noch nicht erfolgreich abgelegt hat. Nach diesen 18 Monaten, sofern Ausbilderprüfung oder Kurs noch immer nicht nachgewiesen werden, dürfen die bereits aufgenommenen Lehrlinge zwar weiter ausgebildet, neue Lehrlinge jedoch nicht aufgenommen werden.
Scheidet während des Ausbildens von Lehrlingen ein Ausbilder unvorhergesehen (z.B. durch Tod oder Krankheit) aus, so darf der Lehrberechtigte auch eine geeignete Person, die noch nicht die Ausbilderprüfung abgelegt hat bzw. den Ausbilderkurs noch nicht erfolgreich absolviert hat, mit der weiteren Ausbildung von Lehrlingen betrauen. Die Zulassungsvoraussetzungen zur Ausbilderprüfung müssen aber vorliegen. Hat ein solcher Ausbilder innerhalb von 18 Monaten die Ausbilderprüfung nicht erfolgreich abgelegt bzw. den Ausbilderkurs nicht erfolgreich absolviert, so dürfen nach Ablauf dieser Frist die bereits aufgenommenen Lehrlinge zwar weiter ausgebildet, neue Lehrlinge jedoch nicht aufgenommen werden.

Quelle:
http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=367975&DstID=1691